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Wie Welt Online und heise online heute berichten, haben sich die Innenminister von Bund und Ländern auf ihrem Frühjahrstreffen in Bremerhaven am heutigen Freitag auf ein schärferes Vorgehen gegen sogenannte “Killerspiele” geeinigt.
Komisch, hab ich früher als echter Junge in der zünftigen kurzen Lederhose -- wie wahrscheinlich Millionen andere vor und nach mir -- auch gespielt. Ja im Grunde war ich als Kind ein Egoshooter! Dennoch habe ich bis heute -- wie Millionen andere vor und nach mir -- noch niemanden getötet. Wenn man Untersuchungen Glauben schenken darf, sind etwa fünf Prozent der Bevölkerung Psychopathen. Im Verteidigungsfall oder in Kriegszeiten mögen Psychopathen noch ein überlebenswichtig unabdingbares Maß an Gemeinnützigkeit aufweisen -- jedenfalls an vorderster Front und natürlich nur für ihre jeweilige Seite. Aber in zumindest mitteleuropäisch eher friedlichen Zeiten landet ein nicht unerheblicher Teil dieser besonderen Sorte Mensch auf Grund ihrer emotionellen Armut und Rücksichtslosigkeit beinahe zwangsläufig nicht selten in Führungspositionen, so auch an den Schaltstellen der Macht in Wirtschaft und Politik. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir jedenfalls schlicht, dass man als Vorbedingung zwingend gewaltig einen an der Waffel haben muss, um beispielsweise einen Amoklauf oder andere von der Allgemeinheit ähnlich normierte Gräueltaten hinzulegen. Ich bin sicher, mit wirrem Kopfsalat geht ein School Shooting -- oh Wunder -- auch ganz ohne den bis heute unbelegt unterstellten und fahrlässig oder gar mutwillig zusammenkonstruierten Einfluss von sogenannten Killerspielen. Interessante Beiträge zum Thema von Stigma Videospiele
Übrigens, in Amiland, wo bekanntlich die Erfinder des Amoklaufs herstammen, gibt es eine Übersicht, wie viele Täter bei der Tatausführung von Gewaltdelikten unter Medikamenteneinfluss standen. Sollte man zumindest mal im Hinterkopf behalten, drüber nachdenken -- und als Erziehungspflichtiger einen interessierten Blick in den eigenen Medikamentenschrank, Abteilung Nachwuchs, werfen. Gesundheitspolitik, die Pharmaindustrie, Einheitsdosierungen vs. Medikamentenverträglichkeit und Co., Gehirnforschung und Epigenetik sind allerdings Themen für sich.
Im Kino, im TV und im Internet:
n-tv, Freitag, 05.06.2009 (heute), 21:10 – 22:45 Uhr oder online bei YouTube Homeproject Anschauen! “Ich bin der Präsident” Meiner Meinung nach sollten Öffentlich-Rechtliche Rundfunkanstalten neben der Grundversorgung zuvorderst den Auftrag haben, Zeitgeschichte für jedermann frei zugänglich zu dokumentieren, unabhängig zu informieren und (politisch) zu bilden. Zur Auflockerung also ein wenig Anarcho-Entertainment vom ZDF.
Quellen: |
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